Ein paar Teaser für eine Lesung von Joerg Savio a.k. Malon Wyngard

Malon Wyngard wird wieder bei den RezDays eine Lesung machen. Ihr erinnert euch an die Vampir-Story? Hier ein paar Beispiele was er sonst noch so interessantes schreibt. Wir freuen uns schon, eine seiner Geschichten live zu hören.

Map Change -Kartenwechsel by Malon Wyngard
Joerg Savio: MAP CHANGE – Kartenwechsel ca. 80 minuten

Frank Inglewood ist eigentlich nur auf der Heimfahrt von seiner Arbeitsstätte in Warwick vor Providence im reizvollen Bundesstaat Rhode Island nach Blue Point südlich Narragansett Pier an einem der wirklich schönsten Küstenabschnitte des Staates, als sein Wagen einfach stehen bleibt. Der Abschnitt der 108 liegt außerhalb des Servicenetzes, so dass er zu Fuß weiter gehen muss.

Dass entgegen der Voraussage am Morgen sich das Wetter in stark regnerisch stürmisch verwandeln will, ist dabei nicht das unbedingt schlimmste. In Blue Point angekommen, merkt er, dass scheinbar einige Häuser einfach fehlen wollen, dass es überhaupt sehr ruhig und still für einen Vorort an einem Abend im Sommer ist.

Doch wie er bemerkt, dass auf der Insel vor dem weiten Strand ein noch nie vorher bemerktes größeres Gebäude steht, obwohl die Insel ein gesperrtes Vogelschutzgebiet ist, und dann über eine Brücke hinläuft, die eine Holzbrücke doch sein sollte und doch eine Stahlbetonbrücke ist, fangen seine Schwierigkeiten erst richtig an…….

Subtiler, sich aus dem Nichts steigernder Horror von Joerg Savio, dem Autor von „Für immer Vampir“ und „Von einem Vergessenen Herrn – Eine Erzählung aus dem Mittelalter“. 50 Minuten lang


Joerg Savio a.k. Malon Wyngard – Die Gildenhalle zu Eisenmarkt 50 Minuten

Es ist das Jahr 1883 – Der junge Inspekteur Jan Hellenbaum von der Inspektoratsverwaltung zu Temeschwar soll das Verschwinden eines einflussreichen Handelsherrn mit einem seiner Oberfaktoren und auch zu allem Überfluss einem Hauptmann der Gendarmerie aufklären. Er reist dazu an den Ort in der Region Transsylvaniens, an dem der Kaufherr und seine Begleiter zuletzt gesehen wurden.

Dies ist die Stadt Diemrich, dort ist auch die Umspannstation und Umschlagplatz für die Handelsstraße von Bukarest über Temeschwar und Budapest bis nach Wien.

Überhaupt soll der fesche Mann in seiner noch fescheren Uniform vor Ort ermitteln, warum im Umkreis von Diemrich nach Eisenmarkt, Karlsburg, ja bis Turda nach Norden und Reschitz im Südwesten über einen längeren Zeitraum einfach Menschen und dann auch noch, ohne eine Spur zu hinterlassen, verschwunden sind, obwohl weder das Unwesen von Räuberbanden noch irgendwelche Katastrophen zu verkünden waren.

Seine Nachforschungen bleiben ergebnislos, und er beschließt seine Ermittlungen einzustellen, als im von den vielen Feuern der vielen Fackeln an den Wänden und den zahllosen Kerzen der vier eisernen Leuchter an der Decke dunkel verrauchten Saal des „Goldenen Wagen“ am Umschlagplatz zu Diemrich lauthals ein reichlich verwitterter Geselle eine Erzählung zum Besten, die mehr an Legenden und Sagen gemahnt als an Fakten gebundene Auskunft, wie er von der Gildenhalle zu Eisenmarkt kündet.

Die Erzählung von der einsamen Wacht an der einstigen Grenze zum Osmanischen Reich begeistert den jungen Inspekteur so sehr, dass er als Abschluss seines Wirkens diesen Ort aufsuchen will, ein Ort, an dem einst Tanz und Spiel inmitten Krieg und Verderben zuhause waren. Ein Ort, von dem so viele wissen und doch dieser auf keiner Karte und mit keinem Wegweiser vermerkt ist.

Der zu den Ermittlungen verpflichtete Kutscher will ihn am nächsten Tag jedoch nur bis zu einer bestimmten Wegekreuzung bringen. Deutlich zeichnen sich an dem ansonsten keiner Gefahr weichenden Mann ungewohnte Zeichen der Angst.

Doch Jan Hellenbaum schlägt die Bitte des Kutschers aus, wieder mit ihm zurück zu fahren.

Es ist ein schöner Tag, Jan Hellenbaum sieht keinen Anlass an einen verfluchten Ort zu glauben, wie er mit weitausgreifenden Schritten auf dem geraden Weg in den Wald hineinläuft. Sein Ziel ist ein Ort, der in der Feuersbrunst von Aufständischen und die Ritter und schönen Edelfrauen von wahrhaften Ungeheuern auf dämonischen Schwingen vernichtet worden sein soll.

Subtiler, sich aus dem Nichts steigernder Horror von Joerg Savio, dem Autor von „Für immer Vampir“ und „Von einem Vergessenen Herrn – Eine Erzählung aus dem Mittelalter“. 50 minuten


Short Story – Der Weinende Mann -by Malon Wyngard 50 Minuten
DER WEINENDE MANN – von Malon Wyngard a.k. Joerg Savio

Ulrich Reinelt hat im Lotto gewonnen und in seinem Freudentaumel nichts Besseres zu tun, als sofort in seine Wohnung in Sendling zu eilen, um seiner Frau Marie die Freudenbotschaft zu übermitteln.

Doch er kommt schicksalhaft zu früh an und er muss erleben, dass, wie Lottchen, die mit Beate den Zigarettenladen mit der Lottoannahmestelle am Hauptbahnhof betreibt, recht gehabt hat.

Und das Erschütternde ist, dass es tatsächlich Bengt ist. Bengt, sein älterer Bruder, genau wie es Lottchen gemutmaßt hat.

Und Bengt, der Ulrich aus Wut zusammenschlägt, aus Wut darüber, dass er ihn und Marie gestört hat. Und dass Bengt Ulrich aus der Wohnung, seiner Wohnung wirft.

Benommen und verstört irrt Ulrich auf dem Gehweg der langen Straße zwischen Sendling und dem Zentrum von München entlang. Und es sind nicht die Schläge auf ihn und es ist nicht die Hand, die er sich an den scharf hervorstehenden rostigen Enden des Torgatters am Haus verletzt hat, die tief in ihm schmerzen.

Inzwischen hat sich scheinbar ganz München, die Weltstadt mit Herz, aufgemacht, um ihn zu suchen, sogar im Fernsehen bringen sie es.

Doch sie suchen ihn nicht, um ihm zu gratulieren oder gar noch mehr zu feiern.

Es ist die Polizei, die nach ihm sucht. Denn Marie ist tot. Die Polizei und ganz München suchen ihn, sie suchen ihn wegen Mordes …

Subtiler Krimi aus der Feder von Joerg Savio, dem Autor von „Für immer Vampir“ und „Von einem Vergessenen Herrn – Eine Erzählung aus dem Mittelalter“. 50 Minuten